Tiergeschichten – Pepper (ehem. Dakota)

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Pepper: Der Bruder von pepper heisst nun Pepper und wohnt mit Ben zusammen.

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tiergeschichten pepper 02 Uta Schokolinski

Hallo Frau Schokolinski, 

als Sie mich in mein neues Zuhause gebracht haben, war ich froh darüber, dass es da bereits einen neuen Hundekumpel für mich gab, den ich auch auf Anhieb sehr nett fand. Nachdem Sie weg waren, haben wir direkt angefangen zu toben und zu spielen.

Mittlerweile sind Ben und ich ein Herz und eine Seele und halten unsere Frauchen manchmal ganz schön auf Trab. Sie haben mich Pepper getauft, weil man Dakota nicht so gut rufen kann und weil der Name Programm ist. Sie sagen ich habe Pfeffer in Ihr Leben gebracht, was immer sie auch damit meinen. Eigentlich sollte ich ein bisschen von Ben lernen, was man darf und was nicht, da er schon ein halbes Jahr älter ist als ich. Aber es kam genau umgekehrt, ich konnte ihm anfangs schon so einiges beibringen oder in Erinnerung rufen, was bei unseren Menschen keine Freudentänze ausgelöst hat z.B. habe ich ihm gezeigt, dass es Spass macht an allen meinen Menschen, wie eine Wilde hochzuspringen, besonders wenn man gerade vorher im Dreck gebadet hat.

Apropos Dreck baden, es gibt da so einen tollen Kübel mit Erde und Kies auf dem Hof, den haben wir uns erst letztens nochmal richtig vorgenommen J da war nämlich vom Regen Wasser im Kübel und wir haben ein ausgiebiges Schlammbad darin genommen. Soll ja gut für die Haut sein. Mein Frauchen meinte, dass Sie mich nie wieder sauber bekommt, aber mittlerweile bin ich wieder in Originalpepperfarbe J und Ben wieder dunkelbraun.

Im Garten gibt es so ein Gehege, da wohnen noch 3 kleine Mitbewohner, meine Menschen nennen sie Kaninchen. Ich würde so gerne mit Ihnen spielen, aber leider darf ich das nicht. Früher hat Ben sich gar nicht für die 3 interessiert. Dafür bellen wir sie jetzt an. Ein weiteres Hobby von mir ist noch Papierkörbe nach Brauchbarem zu durchwühlen. Ben fand das auch toll. Außerdem sammle ich alles was glänzt oder metallisch ist. Besonders hat es mir der Badewannenstöpsel und die Handbrause angetan. Am Anfang habe ich noch versucht, die Sachen mit in mein Körbchen zu schleppen, aber die Handbrause ist leider fest, nur die Kette vom Stöpsel hat irgendwann nachgegeben und ich kam ganz stolz damit ins Wohnzimmer gelaufen, wo mein Frauchen dann in schallendes Gelächter ausbrach. Mein Frauchen hat übrigens sehr viel Geduld mit mir. Dann habe ich Ben noch gezeigt, dass man auf den Hinterbeinen stehend und mit den Vorderbeinen auf dem Küchentisch lehnend, alles herunter angeln kann, was da so drauf steht.

Nachmittags fahren wir oft zum Pferdestall. Darauf freue ich mich immer. Das ist ein richtig großes eingezäuntes Areal, auf dem Ben und ich nach Herzenslust wie die Wilden toben können, was wir auch stundenlang ausnutzen. Da gibt es tolle Sachen zu entdecken. Am Anfang hatte ich noch großen Respekt vor den Pferden, die da wohnen, aber Ben hat mir gezeigt, dass sie mir gar nichts tun und nette Wesen sind.

Abends sind wir dann vom Spielen dort immer soooo müde, dass ich mich schon öfter von Frauchen ins Haus hab tragen lassen, weil ich einfach keine Lust mehr habe mich zu bewegen und im Auto schon so herrlich eingeschlafen binJ (ich liebe es Auto zu fahren) und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Mein Frauchen sagt, neben mir könnte ein Baum einschlagen, ich würde nicht wach. Am Liebsten schlafe ich übrigens auf der weichen Wolldecke am Bettende meines Frauchens. Aber das darf ich auch. Und bevor mein Frauchen morgens aufsteht, werde ich erst einmal ausgiebig geknuddelt, sonst stehe ich gar nicht erst auf J.

Freitags gehen wir immer mit einer Laufgruppe spazieren, da sind dann immer noch 7 andere Hunde, mit denen ich dann spiele. Das gefällt mir auch sehr gut und ich mag sie alle. Auch zu fremden Hunden, denen mein Frauchen und ich oft auf unseren Spaziergängen begegnen, bin ich immer sehr nett und begrüße sie freudig, aber am aller-, allerliebsten mag ich Ben. Ben und ich sind ein tolles Team.

In der Hundeschule waren wir auch schon, aber da hat es mir nicht ganz so gut gefallen, mein Frauchen sucht jetzt eine neue, wo es mir besser gefällt.

Mittlerweile kann ich Sitz, Platz und Halt und bin auch nicht mehr so ein ganz wilder Feger wie am Anfang. Ich habe mich hier sehr gut eingelebt und mein Frauchen sagt, dass ich einfach nur ein Schatz bin und man mich einfach lieb haben muss. Aber dass haben sie hier auch alle J

Wenn Du mal etwas von meinen Geschwistern hörst, würde mich dass wirklich sehr interessieren. Ich hoffe, es geht ihnen genauso gut wie mir und sie haben schon alle liebe Menschen gefunden...

Viele Grüsse aus Brühl   Pepper (ehemals Dakota)